Schriftgröße: 

 

Archiv

Eröffnung im November 2001

Der erste Gast bezog Zimmer 506. Das war am 19. November 2001. Seitdem hat das Team des Hospizes am Bruder-Jordan-Haus in der östlichen Innenstadt über 1000 Gäste begleitet. Doch eines war und ist immer Kern der Arbeit: "Die Zufriedenheit und Lebensqualität eines jeden Gastes und seiner Angehörigen stehen stets im Mittelpunkt", betont Hospizleiterin Margret Backhove.  

 Oberstes Ziel der Pflege und Betreuung im Caritas-Hospiz am Bruder-Jordan-Haus ist die Erhaltung, Förderung oder Wiederherstellung des körperlichen und seelischen Wohlbefindens schwerstkranker und sterbender Menschen. Das beinhaltet die individuelle Begleitung von maximal sieben Gästen bis zu ihrem Tod. 15 Fachkräfte und zwölf ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermitteln menschliche Nähe, schenken Aufmerksamkeit und Zuwendung, zeigen Gesprächsbereitschaft und bieten neben der Pflege auch psychosoziale und spirituelle Betreuung. Allein im vergangenen Jahr (2010 Anm. d. Red.) konnten so 102 Gäste und deren Angehörige in Würde Abschied nehmen. 

 Margret Backhove blickt dankbar zurück auf die letzten zehn Jahre seit Gründung des Hospizes. Hier, auf der obersten Etage des Altenzentrums "dem Himmel so nah"- gab es immer mal wieder Um- und Anbauten, aber nur wenige Wechsel im Team. Außerdem wurde das palliative Netzwerk in Dortmund dichter. ?Die ambulante Versorgung zu Hause ist dadurch besser geworden und die Patienten können länger in ihrer Wohnung bleiben?. Aber es gab auch weniger positive Entwicklungen, was die Finanzierung betrifft. Seit etwa einem Jahr geht die Schere immer weiter auseinander zwischen dem, was das Hospiz benötigt, um sterbende Menschen angemessen betreuen zu können, und was die Krankenkassen dafür bezahlen -  ein Finanzproblem, das alle 57 Hospize in NRW haben. "Es ist ok, dass wir laut Gesetz zehn Prozent der Kosten selbst zu erbringen haben", sagt Margret Backhove, "aber inzwischen müssen wir 25 Prozent zuschießen." Der Personalaufwand sei weitaus höher, als von den Krankenkassen zugestanden, zudem sei eine Auslastung von 100 Prozent unrealistischDie Arbeitsgemeinschaft der stationären Hospize in Westfalen und Lippe, in der auch der Caritasverband vertreten ist, schlägt deshalb Alarm. Sie fordert eine Neuberechnung der Tagessätze und des Personalbedarfs. Sonst drohe den Hospizen das Aus.

Auch im Hospiz am Bruder-Jordan-Haus ist die Arbeit mit Sterbenden dringend auf die Unterstützung von Ehrenamtlichen und auf Geldspenden angewiesen. Bei der  Geburtstagsfeier zum zehnjährigen Hospiz-Bestehen am 18. November möchte sich Magret Backhove und ihr Team deshalb bei allen Wegbegleitern, Freunden und Spendern bedanken. Gemeinsam will man an diesem Tag auf die letzten zehn Jahr zurück blicken und voller Hoffnung in die Zukunft schauen. 

 Kontakt: Tel. (0231) 5646-0 

hospiz@caritas-dortmund.de