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Caritas-Studie zu Bildungschancen

Aktuelles

Mehr als 52.000 Jugendliche haben 2017 die Schule ohne Hauptschulabschluss verlassen. Das sind 5000 mehr als noch vor zwei Jahren. Damit stieg die Quote bundesweit um einen Prozentpunkt auf 6,9 Prozent. Mit der Bildungschancen-Studie richtet die Caritas den Blick auf junge Menschen, die kaum Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Die Caritas Deutschland wertet die Daten der Abgänger ohne Schulabschluss seit 2012 jährlich bis auf die Kreisebene hinunter aus. Mit einem Jahr Pause konnten die Zahlen der Bildungschancen-Studie im Juli 2019 aktualisiert werden. Das Ergebnis: Die Quote stieg bundesweit von 5,9 Prozent im Jahr 2015 auf 6,9 Prozent. Auch in den Bundesländern und in den meisten Kreisen und kreisfreien Städten sind die Quoten angestiegen, allerdings auf unterschiedlichem Niveau. In Dortmund lag die Quote bei der Auswertung bei 7,9 Prozent. Damit ist sie im Vergleich zu den Jahren 2015 (8,6 Prozent) und 2014 (8,7 Prozent) zwar gefallen, befindet sich jedoch immer noch einen Prozentpunkt über dem ermittelten Deutschlandschnitt.

„Faire Bildungschancen sind die Grundlage fairer Teilhabechancen im Lebenslauf“, betont Eva M. Welskop-Deffaa, Vorstand Sozial- und Fachpolitik des Deutschen Caritasverbandes. „Die weiter hohe Zahl junger Menschen, die ohne Abschluss ihre Schullaufbahn beenden, macht uns große Sorgen. Viele von ihnen begegnen uns in den nächsten Jahren wieder – beispielsweise in der Allgemeinen Sozialberatung, in der Schwangerenberatung, oder aber in der Schuldnerberatung.“ Fehlende Schul- und Berufsabschlüsse seien oft der Anfang sich potenzierender Nachteile. Für den Deutschen Caritasverband gelte, so Welskop-Deffaa: „Der Befähigung durch formelle und informelle Bildungsangebote und der guten schulischen Ausbildung von jungen Menschen kommt gerade in Zeiten der digitalen Transformation eine besonders große Bedeutung zu.“ Zuwanderung sei einer der Erklärungsfaktoren für die gestiegenen Zahlen. Für viele zugewanderte Jugendliche sei es eine große Herausforderung, innerhalb kurzer Zeit eine neue Sprache zu lernen und einen Schulabschluss zu machen. Hinzu kommt, dass die schulische Vorbildung der jungen Zugewanderten sehr unterschiedlich ist.

Vielfältige Caritas-Angebote
„Aus meiner Erfahrung unternimmt die Stadt Dortmund große Anstrengungen, allen Schulpflichtigen so schnell wie möglich den Schulbesuch zu ermöglichen,
das gilt auch für Kinder aus Übergangseinrichtungen. Wir haben am Ostpark mehrfach selbst die Einschulung von Kindern organisiert, was in der Regel auch gut funktioniert hat“, berichtet Christoph Gehrmann, Abteilungsleiter Jugendhilfe und Soziale Dienste bei der Caritas Dortmund. Hier wird viel unternommen,
um dieser Thematik beizukommen – Schulsozialarbeit, Schulbegleiter und Integrationshelfer, Angebote der Berufsorientierung
und Ganztagsbetreuung, Familien- und Elternarbeit, Lernförderung und vielfältige Beratungs- und Unterstützungsangebote für Zugewanderte.

Quelle: Caritas Deutschland

Foto: Pixabay/StockSnap

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