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Helfende Hände aus Polen

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Der Bedarf an Hilfen in privaten Haushalten von Senioren steigt. Viele wünschen sich, so lange wie möglich in den eigenen vier Wänden zu bleiben, auch bei Pflegebedürftigkeit. Der Einsatz einer Haushalts- und Betreuungskraft, die mit im Haushalt lebt, kann in einem solchen Fall eine große Hilfe sein. CariFair unterstützt und begleitet Privatpersonen bei der Beschäftigung einer polnischen Haushaltshilfe. Der Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e.V. und Caritas Polen haben dieses Angebot gemeinsam entwickelt. Es bietet pflegebedürftigen Menschen und ihren Familien Unterstützung und Entlastung. Gleichzeitig ermöglicht es Frauen und Männern aus Osteuropa eine legale Beschäftigung unter fairen Bedingungen.

„Wir vermitteln Haushaltshilfen aus Polen ganz legal.“ Monika Kurze (rechts), Koordinatorin für CariFair und zertifizierte Pflegeberaterin

Bundesweit beteiligen sich bisher 17 Caritasverbände an CariFair. Auch in Dortmund wird das Angebot nun schrittweise aufgebaut. Ansprechpartnerin ist Monika Kurze. Sie ist examinierte Altenpflegerin, spricht fließend Deutsch und Polnisch und übernimmt bei einer Anfrage die Koordination: Sie stellt den Kontakt zur Caritas Polen her. Wen sie vermittelt, der bekommt einen Arbeitsvertrag mit individueller Laufzeit, ist kranken- und rentenversichert und bei der Betriebsgenossenschaft gemeldet. Unfälle während der Arbeitszeit sind somit versichert, Arztbesuche sowie die weitere medizinische Versorgung ebenfalls. Mit diesen Formalitäten und Formularen hat die Familie allerdings nichts zu tun, das übernimmt Monika Kurze. „Angestellt sind die Haushaltshilfen dann aber nicht bei Caritas sondern immer direkt beim Kunden. Sie arbeiten in der Regel 38,5 Stunden in der Woche, haben das Recht auf einen freien Tag pro Woche und auf bezahlten Urlaub. Der Kunde muss zudem den geeigneten Wohnraum zur Verfügung stellen. Die Frauen benötigen ein eigenes, abschließbares Zimmer, in das sie sich zurückziehen können“, erläutert die Koordinatorin.

Wer CariFair in Anspruch nehmen will, „muss bereits Kunde der Caritas sein und entweder unseren ambulanten Pflegedienst nutzen oder einen Platz in der Tagespflege haben“, betont Jörg Hartmann, Leiter der Dortmunder Caritas Sozialstationen. Denn alles, was mit dem Bereich Medizin zu tun hat, können die Helferinnen aus Polen nicht übernehmen. Hier sind nach wie vor examinierte Fachkräfte gefragt. Seit dem Start im Juli gab es über CariFair eine Vermittlung. „Wir möchten das Angebot ausbauen, müssen hier zu Beginn aber die Ressourcen im Blick behalten: Bei einer Anfrage stellen wir immer Kontakt zur Caritas Polen her. Wir greifen nicht auf einen eigenen Pool an Haushaltshilfen zurück, weswegen die Vermittlung auch etwas Zeit benötigt“, erklärt Jörg Hartmann.

Das Engagement der Caritas ist zudem auf längere Sicht angelegt. Monika Kurze bleibt nicht nur in der ersten Zeit eine feste Ansprechpartnerin. „Die Eingewöhnungszeit ist sehr wichtig,“ weiß sie aus Erfahrung.

  • Passt die Frau aus Polen in die Familie?
  • Wie steht es um die Sprachkenntnisse?
  • Was erwarten die Angehörigen?

In dieser Zeit und darüber hinaus werden alle Beteiligten nicht alleine gelassen. Der Kontakt zu CariFair kommt in aller Regel durch die inzwischen drei Pflegeberaterinnen der Caritas Dortmund zustande. Diese sind im ganzen Stadtgebiet unterwegs und zeigen auf, welche Hilfen es gibt, um Senioren den Alltag zu erleichtern.

Kontakt (über unsere Pflegeberaterinnen):
Barbara Egbert, Telefon: 0162 20 32 316
Ulrike Schultz, Telefon: 0162 32 27 792
Monika Kurze, Telefon: 0161 2 03 33 90

Fotos: Pixabay, CV Dortmund

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