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50 Jahre Caritas-Familienzentrum St. Stephanus und St. Josef

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Das Familienzentrum St. Stephanus und St. Josef der Caritas feiert einen runden Geburtstag: Seit 50 Jahren besteht die Kindertageseinrichtung in Nette. Dieser Anlass wurde am Freitag, 16.11.2018 gebührend mit Kindern, Erziehern, Verantwortlichen und Gästen gefeiert. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst mit Caritaspfarrer Michael Ortwald zeigte Einrichtungsleiterin Ursula Wimmer mit vielen Bildern anschaulich die teilweise bewegte Geschichte der Kita auf.

„So bunt wie ein Schmetterling“ – unter diesem Motto stand die Jubiläumsfeier. Ein wirklich passendes Bild, denn das Besondere an der Kindertagesstätte an der Brinkmannstraße ist, dass es sich um ein integratives Familienzentrum handelt. „Das Konzept beinhaltet im Wesentlichen die Gemeinsamkeit von Kindern mit und ohne Behinderungen: gemeinsam Leben, Spielen, Lernen, Handeln“, erklärt Einrichtungsleiterin Ursula Wimmer. Gelernt werden soll, den anderen in seinem Anders-Sein kennen zu lernen, ihn zu akzeptieren und damit wichtige soziale Fähigkeiten zu erwerben. Ein Schwerpunkt insbesondere in der Betreuung der Kinder mit Behinderungen liegt neben der heilpädagogischen Förderung auch in einem therapeutischen Förderangebot.

Die Kindertagesstätte blickt auf eine teilweise recht bewegte Vergangenheit zurück. Vor 50 Jahren gab es noch wenige Einrichtungen, die Kinder mit Behinderungen betreuten und kaum pädagogische Ansätze dazu. „Damals lautete die gängige Bezeichnung noch „Sonderkindergarten“. Mittlerweile hat hier ein Paradigmenwechsel stattgefunden: Vom Mitleid mit Menschen mit Behinderungen hin zu Respekt und Integration“, erläutert Georg Rupa, Vorstandsvorsitzender des Caritasverbands Dortmund e.V.. Ein einschneidendes Erlebnis in der Geschichte der Kita war zudem ein großer Brand im Mai 1997, bei dem das gesamte Gebäude völlig zerstört wurde. Dennoch ging es weiter – und das sogar sehr zügig: „Nur 14 Tage nach dem Brand waren wir in der Lage, die Betreuung der Kinder fortzuführen, im Gemeindehaus und in Pavillons. Wir haben damals außerdem eine große Spendenbereitschaft erfahren, auch durch Sachspenden“, so Rupa weiter. Nach zwei Jahren konnte dann das Gebäude neu errichtet werden, so wie wir es heute kennen.

Und das Konzept zur Betreuung von Kindern mit und ohne Einschränkungen hat sich etabliert. „Aktuell besuchen 122 Kinder im Alter von 2 bis 6 Jahren 7 integrative Gruppen und 2 heilpädagogische Gruppen“, erklärt Einrichtungsleiterin Ursula Wimmer das Betreuungskonzept ihres interdisziplinären Teams. Demnächst bekommt das Familienzentrum St. Stephanus und St. Josef übrigens ein „Geschwisterkind“: Angrenzend an die Kita entsteht an der Dörwerstraße eine neue Kindertageseinrichtung, die ebenfalls von der Caritas betrieben werden wird. Am 15.11.2018 fand der offizielle erste Spatenstich statt. Bei gutem Bauverlauf kann die Eröffnung Ende 2019 erfolgen.

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