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Es kommt Bewegung auf in der Tagespflege Lütgendortmund. Gleich beginnt das Quiz, auf das sich die 16 Besucherinnen und Besucher besonders freuen. Julia Banach, die Leiterin der im Sommer gestarteten Einrichtung an der Limbecker Straße 83a, schaut zufrieden zu. Noch hat sie etwas Zeit, gleich folgt der nächste Termin. Dann steht sie einer Frau, die ihre an Demenz erkrankte Mutter zu Hause pflegt, Rede und Antwort. Für Julia Banach ist das „ein ganz typisches Gespräch“. Denn wer auf das Angebot der Tagespflege aufmerksam wird, hat viele Fragen. Werden dort auch Menschen mit Demenz betreut? Welche Angebote gibt es? Was kostet das Ganze und übernimmt die Pflegeversicherung einen Teil der Kosten? Julia Banach versteht die Sorgen von pflegenden Angehörigen und hat die Antworten.

Die Tagespflege in Lütgendortmund nimmt Menschen mit und ohne Demenz auf. „Zur sozialen Betreuung gehört ein tägliches Bewegungsangebot, wir lesen aus der Zeitung vor und bieten Kognitionstrainings an“, fasst die Diplom-Pflegewissenschaftlerin zusammen. Dazu gehört alles, was das Denkvermögen schult wie etwa das Quiz. Und auch bei der Finanzierung kann Julia Banach beruhigen, denn die Pflegekasse übernimmt tatsächlich einen Teil der Kosten. „Je höher der Pflegegrad ist, desto höher wird der monatliche Betrag.“

Julia Banach (2.v.l.) und ihr Team.

Die Tagespflege, deren modern gestaltete Räume in wohnlichen Grün- und dezenten Brauntönen gehalten sind, bietet zudem etwas, was in Dortmund einmalig ist. „Wir überschreiten in Lütgendortmund die Grenzen der Versorgungsformen“, betont Jörg Hartmann, Leiter der Dortmunder Caritas Sozialstationen, zu denen auch die Tagespflege gehört. Denn auf dem Gelände gibt es seniorengerechtes Wohnen, was „im Grunde die niedrigste Versorgungsstufe ist“, so Hartmann. Neben der Tagespflege ist in der Limbecker Straße 83a die Caritas Sozialstation West und bietet hier über einen eigenen Standort ambulante Pflege, Pflegeberatung und Hauswirtschaft an. Es wird auch eine Zusammenarbeit der Tagespflege mit der Großkindertagespflegestelle vor Ort geben. Für Angehörige bedeutet das: Sie haben hier Ansprechpartner für alle Fälle, etwa, wenn sich der Gesundheitszustand ändert oder mehr Unterstützung notwendig werden sollte.

Diese enge Vernetzung aller Caritas-Angebote an der Limbecker Straße mit Leben zu füllen, gehört auch zu den Aufgaben von Julia Banach. Für sie persönlich bedeutet das einen beruflichen Aufstieg, denn sie ist jetzt die Leiterin aller Tagespflegen – und das als Mutter von vier Kindern im Alter zwischen 9 und 15 Jahren. Darauf angesprochen, fallen die Worte „flexibel“ und „organisieren“ sehr häufig. „Ich lege mir den größten Teil der Arbeitszeit in den Vormittag.“ Sie sei „gut durchorganisiert“ und könne sich auf ihr privates Netzwerk verlassen – ebenso wie auf ihren Arbeitgeber. „Julia Banach arbeitet als Führungskraft in Teilzeit, das ist schon ungewöhlich“, betont Abteilungsleiter Jörg Hartmann. Und schon ist das Quiz zu Ende, alle Besucherinnen und Besucher der Tagespflege begeben sich zum Mittagessen. Das gehört neben dem Frühstück und dem Nachmittagscafe zum täglichen Programm. Julia Banach hat ihren Termin beendet und beschäftigt sich noch etwas mit der Büroarbeit. Gleich geht es dann nach Hause, zu den Kindern, die genau wissen – auf das Organisationstalent ihrer Mutter können sie sich jederzeit verlassen.

Fotos: Wolfgang Maas

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