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Auf Inlineskates zum Hospizdienst

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Großes Engagement, einen besonderen Blick für die Bedürfnisse der Menschen – und eine schillernde Persönlichkeit: So beschreiben Wegbegleiter Dr. Hans-Georg Heinemann, der vor kurzem im Alter von 53 Jahren verstorben ist. Im Hospiz Am Ostpark und im Hospiz am Bruder-Jordan-Haus war Dr. Heinemann „der Arzt der ersten Stunde“. Mit viel Leidenschaft hat er maßgeblich den Aufbau der Palliativarbeit in Dortmund mitgestaltet.

Seit 1998 gibt es stationäre Hospize, Palliative-Care war damals ein relativ neuer Fachbereich. „Unsere Pflegefachkräfte waren anfangs selbst teilweise noch unerfahren oder manchmal unsicher. Dr. Heinemann verstand es, Sicherheit auszustrahlen, sie zu unterstützen und sie dazu anzuleiten, in ihre eigenen Fähigkeiten zu vertrauen“, erinnert sich Bärbel Uhlmann, Leiterin des Hospizes Am Ostpark. „Er konnte für die Arbeit begeistern.“

Die Arbeit im Hospiz ist für einen Mediziner durchaus eine Herausforderung. In der Regel handelt es sich um niedergelassene Ärzte, etwa Allgemeinmediziner oder Internisten mit Qualifikation in der Palliativmedizin, die neben ihrem Praxisbetrieb die Versorgung von Menschen im Hospiz übernehmen. Dienste in den frühen Morgenstunden sowie lange nach Schließung der Praxis sind keine Seltenheit. „Wir haben ein ausgesprochen gutes Ärzteteam von sechs bis sieben Medizinern, die sehr regelmäßig für unsere Gäste im Hospiz da sind. Dafür sind wir sehr dankbar“, berichtet Kirsten Eichenauer, Leiterin des Hospizes am Bruder-Jordan-Haus. „Neben fachlicher Kompetenz ist eine Leidenschaft für Palliative-Care und das echte Interesse am Menschen in diesem Bereich einfach unerlässlich.“

Dr. Hans-Georg Heinemann war ein Vorreiter, der früh die Wichtigkeit des Themas Palliativarbeit erkannt und gefördert hat. „Trotz dieser vermeintlich ersten Thematik, gelang es ihm, eine gewisse Leichtigkeit auszustrahlen. Das hat viele Mitarbeitende sehr motiviert“, erzählt Bärbel Uhlmann. Für seinen Einsatz im Hospiz war Dr. Heinemann immer bereit – auch auf unkonventionellen Wegen. „Manchmal riefen wir ihn an, als er gerade draußen unterwegs da. Da kam er dann schon mal auf kurzem Wege auf seinen Inlineskates ins Hospiz gefahren“, erzählt Bärbel Uhlmann schmunzelnd. „Für seinen unermüdlichen Einsatz und seine außergewöhnliche Persönlichkeit werden wir ihn immer in Erinnerung behalten.“

Hospiz Am Ostpark
Von-der-Tann-Str. 42
44143 Dortmund
Telefon (0231) 534250-201

Hospiz am Bruder-Jordan-Haus
Melanchthonstr. 17
44143 Dortmund
Tel.: (0231) 5646-0

Foto: Pixabay

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